Stadt kritisiert scharf die BI Viktoriabad
Die Stadt Bonn hat über ihre Pressestelle eine Erklärung veröffentlicht, in der die Bürgerinitiative Viktoriabad scharf kritisiert wird. In der Erklärung mit dem Titel Bäderkonzept. Stadtverwaltung widerspricht dem “Konzept” der Bürgerinitiative Viktoriabad (externer Link) heißt es:

aus der Presseerklärung der Stadt Bonn,
www.presse-service.de/static/65/653975.html, abgerufen am 30.12.06
Etwas erstaunen tut die ironisch klingende Formulierung „Konzept der großen Bürgerinitiative Viktoriabad“.
In einer weiteren Passage schreibt die Stadtverwaltung:

aus der Presseerklärung der Stadt Bonn,
www.presse-service.de/static/65/653975.html, abgerufen am 30.12.06
In der Presseerklärung der Stadt verwundert das Wort “Partikularinteressen” (partikular: einen Teil, eine Minderheit betreffend). Denn bekanntlich wird das Viktoriabad stark frequentiert (über 130.000 Besucher pro Jahr, vgl. Anlage des Dokuments “Fortentwicklung der städtischen Bäder”, BoRis Drucksachennummer 0612717ED2 [externer Link]). Das Viktoriabad erfreut sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt auch wegen seiner zentralen Lage und guten Erreichbarkeit.
Insofern kann man wohl kaum von “Partikularinteressen” sprechen. Auch wenn man die Konzeption der Bürgerinitiative Viktoriabad inhaltlich nicht teilt, so sollte man doch in der Kritik fair bleiben.
Hier die Eingangsseite des Viktoriabads an der Franziskanerstraße.
Aus der Presseerklärung der Bürgerinitiative Viktoriabad vom 06.12.2006 geht hervor, dass sie gerade nicht nach dem “Sankt-Florian-Prinzip” (externer Link) verfährt. So tritt die Initiative ebenso für den Erhalt des Frankenbads ein:

aus der Presseerklärung der Bürgerinitiative Viktoriabad, 06.12.06
Lesen Sie auch meinen Blog-Beitrag zum Thema vom 20.12.2006: Bäderkonzept plant Schließung des Viktoriabades
Weitere Beiträge zu diesem Thema finden Sie in der Kategorie Bäderkonzept.
Die Stadt Bonn scheint sich allmählich über die vielen Bürgerinitiativen zu ärgern. Das ging jetzt Schlag auf Schlag mit dem Bahnhofsvorplatz, dann Metropol, dann Altes Stadthaus Bottlerplatz und jetzt Bäderkonzept. Die Bürger wollen nicht mehr ungefragt irgendwelche fertigen Lösungen übergestülpt bekommen, die sie nicht nachvollziehen können. In dem Bäderbeschluss des Stadtrates stand irgendwo sinngemäß: “Erst beschließen wir, dann klären wir die Detailfragen.” Gehören die Bürgerwünsche von 130.000 Besuchern des Viktoriabades etwa nicht zu den Details? Diese Wünsche herauszufinden, müsste sogar am Anfang stehen, z. B. in Form von Umfragen bei den Schwimmbadbesuchern. Es ist doch heute so einfach, Umfragen zu organisieren. Zeit genug war auch. Warum provoziert die Stadt also ständig neue Bürgerinitiativen, statt die Bürgerwünsche im Planungsstadium schon einzubeziehen? Dann kann sie doch guten Gewissens beschließen, was Sache ist.
↓ Zitat | Posted 31. Dezember 2006, 15:20Uhr[...] In meinem Blog-Beitrag vom 30.12.06 Stadt kritisiert scharf die BI Viktoriabad hatte ich über die Erklärung der Stadtverwaltung berichtet. [...]
↓ Zitat | Posted 2. Januar 2007, 20:54UhrDanke für das Bild! Besonders die große, leuchtende Aufschrift »Viktoriabad« ist doch sehr werbewirksam … Lesen Sie dazu meinen ebenso ironischen Beitrag http://www.Joern.De/Viktoriabad.pdf, oder, wenn Sie’s noch nicht ganz aufgegeben haben, die Argumente: http://www.Joern.De/Viktoriabadargumente.pdf. Bonn scheint nur an Neubau-Einweihungen interessiert zu sein; mag Altes, Beliebtes vergessen werden, verkommen, wir bauen unseren »Spass« anderswo neu! In der City soll nur gekauft, ja nicht gewohnt werden. Kindergärten verschwinden, Bäder reißt man ab. Der Norden ist keine Alternative.
↓ Zitat | Posted 21. Februar 2007, 11:20Uhr