SPD-Empfang auf dem Stadthaus
Am Montag berichtete der General-Anzeiger über einen Empfang der OB sowie SPD-Fraktion auf der Aussichtsplattform des Bonner Stadthauses (vgl. Artikel OB: Wir brauchen mutige Entscheidungen [externer Link]). In dem Artikel heißt es u.a.:
“Die verpatzten Chancen am Hauptbahnhof, die elend lange Diskussion um die Entwicklung der Innenstadt und das Auf und Ab aufgrund wechselnder Mehrheiten im Stadtrat waren nur einige Beispiele. ‘Wenn wir in Zukunft in der Konkurrenz mit anderen Städten mithalten wollen, brauchen wir mutige Entscheidungen in der Politik’, so die OB.”
Für den Empfang hatte sich die Oberbürgermeisterin und SPD mit der Aussichtsplattform des Stadthauses genau den richtigen Ort ausgesucht. Denn nur von hier aus kann man nicht die Bausünde Stadthaus sehen.
Die Aussichtsplattform auf dem Stadhaus (Foto: J. Schott).
Im Hinblick auf die “verpatzten Chancen am Hauptbahnhof” sollte die SPD-Fraktion einmal ihre Position selbstkritisch hinterfragen. Denn immerhin hatte es im Jahre 2004 ein erfolgreiches Bürgerbegehren gegeben, dass u.a. eine großzügigere Gestaltung des Bahnhofbereichs forderte. In der Begründung des Bürgerbegehrens Bebauung Bahnhofsvorplatz Bonn heißt es:
“Die Bebauung des Bahnhofsbereiches (“Bahnhofsvorplatz”) sollte so gestaltet werden, dass alle Verkehrsteilnehmer (ÖPNV, Fußgänger, Fahrradfahrer, PKW und LKW) angemessenen Bewegungsspielraum erhalten und vor dem Bahnhof genügend Freiraum entsteht, um ein attraktive ‘Eingangstor’ zur Bonner Innenstadt zu gestalten. Dazu ist ein Abstand zwischen Bahnhof und der Gebäudekante der neubebauung von mindestens 27 Meter erforderlich! Ein Abriss oder Rückbau der ‘Südüberbauung’ wäre dabei wünschenswert.”
Von der Aussichtsplattform des Stadthauses hat man einen tollen Panoramablick auf Bonn (Foto vom 29.03.07, J. Schott).
“Mutige Entscheidungen” allein reichen nicht aus: Auch die Verwirklichung des Stadthauses galt seinerzeit mit Sicherheit als eine “mutige Entscheidung”. Vielmehr müssen in der Bonner Kommunalpolitik zum Wohle unserer Stadt kluge Entscheidungen getroffen werden, die sich am Wohle der Allgemeinheit orientieren.