Stadtrat fasst “Grundsatzbeschluss” zum Bonner Festspielhaus Beethoven

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung am 13.06.07 den “Grundsatzbeschluss” zum Festspielhaus beschlossen. Die Prüfung weiterer Standorte, wie einstimmig (!) von der Bezirksvertretung abgestimmt, wurde aufgegriffen. Trotzdem scheinen sich die Bedenken auf Ratsebene in Grenzen zu halten: So findet der Stadtrat das Areal zwischen Beethovenhalle und Rhein als Standort geeignet.

Beethovendenkmal auf dem Münsterplatz, April 2003
Dem berühmtesten Sohn der Stadt Bonn soll ein Festspielhaus gewidmet werden. Das Foto zeigt das Beethoven-Denkmal (externer Link) auf dem Münsterplatz in Bonn. (Foto: J. Schott, 04/2003)

Wie berichtet hatte die Bezirksvertretung in einer Sondersitzung Punkt 2 der Beschlussvorlage (BoRIS, Drucksachennummer 0711588 [externer Link]) wie folgt geändert:

“Verwaltung und Projektbeirat werden gebeten in das weitere Verfahren neben dem von der Verwaltung favorisierten Areal Alternativstandorte mit einzubeziehen (z.B. westlich oder südlich der Beethovenhalle, Kinderklinik, Museumsmeile und Gronau).”

Im Beschluss des Stadtrates (vgl. BoRIS Drucksachennr. 0711588EB10 [externer Link] heißt es nun zu Punkt 2:

“Gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen hält der Rat das Areal zwischen Beethovenhalle und Rhein als Standort für das ‚FESTSPIELHAUS BEETHOVEN’ für geeignet. Verwaltung und Projektbeirat werden gebeten in das weitere Verfahren neben dem favorisierten Areal Alternativstandorte mit einzubeziehen (z.B. westlich oder südlich der Beethovenhalle, Kinderklinik, Museumsmeile und Gronau).”

Leider wurden die in der Bezirksvertretung Bonn formulierten Standortbedenken vom Stadtrat nicht weiter vertieft. Ansonsten hätte man für den ersten Satz von Punkt 2 eine andere Formulierung gefunden. Man darf gespannt sein, wie ein Festspielhaus direkt neben der Beethovenhalle funktionieren soll. Die Realisierung einer ansprechenden Architektur wird unter diesen räumlichen Verhältnissen äußerst schwierig werden. Zu diesem Ergebnis kamen auch Studenten der RWTH Aachen, die sich mit der Frage beschäftigt hatten (vgl. Blog-Beitrag vom 26.05.07).

In der Bezirksvertretung waren u.a. folgende Argumente gegen den geplanten Standort an der Beethovenhalle geäußert worden:

  • Die vorhandene Fläche ist zu klein, um eine großzügige Architektur sicherzustellen. Das neue Festspielhaus würde direkt im Schatten der Beethovenhalle stehen. Ein Blick auf das Gebiet macht dies deutlich: siehe Kartenausschnitt (Google Maps, externer Link).
  • Die einheitliche Bauflucht würde verletzt werden.
  • Ein direktes Nebeneinander von Festspielhaus und Beethovenhalle ist kaum vorstellbar. Sowohl architektonisch, als auch funktional.
  • Ein Stück der Uferpromenade würde verloren gehen. Dies hätte auch unmittelbare Auswirkungen auf die Radfahrer und Fußgänger: So müssten diese entweder weite Umwege in Kauf nehmen oder durch einen Tunnel geführt werden.
  • In dem Bereich würde es zu noch stärkeren Verkehrsbelastungen kommen, als dies sowieso schon der Fall ist.
  • In der Sondersitzung der Bezirksvertretung wurden neben der Standortfrage auch kritische Fragen zur Finanzierung der Folgekosten gestellt.

    Der GA berichtete am 14.06.07 über die Entscheidung des Stadtrates: Grünes Licht für neuen Konzertsaal (externer Link).

    Das Abstimmungsergebnis können Sie in der Schnellmeldung des Rates (externer Link) nachlesen.

    Weiteres zum Thema in der Kategorie Festspielhaus.

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    1 Kommentar


    1. ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wo da ein “festspielhaus” hin soll… das ist alles murcks

      Posted 17. Juni 2007, 22:16

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