Stadt und Event – Ausverkauf des öffentlichen Raums

Das Feuilleton der Süddeutsche Zeitung widmete sich kürzlich dem Ausverkauf des öffentlichen Raums. Der lesenswerte Artikel Event, Event, ein Lichtlein brennt (externer Link, SZ vom 02.11.07) geht u.a. auf die “Opferung” des Stadtraums ein:

“Wie niemals zuvor in der Kulturgeschichte der Stadt wird man derzeit heimgesucht vom Phänomen des ‘Events’. Die Städte bieten schon seit einigen Jahren in einem großen Buhlen um die Aufmerksamkeit der Touristen, der Provinzler und der Zahlungskräftigen unter den Stadtbewohnern ihre Plätze und Straßen dar, als hätten sie nur eines zu fürchten: die Leere. [...] Der Stadtraum, nutzbar für jedermann und zu jeder Stunde, wurde in diesem Sinne zoniert, zeitlich beschränkt, thematisch begrenzt – und dem Stadtmarketing auch sonst in jeder Weise geopfert.”

Auch in Bonn ist dieses Phänomen nicht wirklich unbekannt…

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2 Kommentare


  1. Tendenziell scheint man mehr und mehr davon auszugehen, dass Deutschland ausschließlich ein Finanzstandort ist. Deutschland ist aber weitaus mehr als lediglich ein Finanzstandort. Deutschland ist ein Staat.

    Aber genau das ist das Problem, wenn der öffentliche Raum immer weiter ausverkauft wird. Stichworte sind Privatisierung, Cross-Border-Leasing, öffentlich-private Partnerschaften. Da geht es häufig nur noch um die Investoren, nicht aber um die Interessen der Allgemeinheit, nicht um die Interessen der Bürger.

    Posted 24. November 2007, 15:13

  2. Aufruf: Stoppen Sie den Ausverkauf Ihrer Kommune.

    Posted 29. November 2007, 09:29

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