Städtebaulicher Wettbewerb zum Bahnhofsbereich Bonn

Der Planungsausschuss hat am 22.11. einstimmig beschlossen, dass “die Grundlagen zur Ausschreibung eines städtebaulichen Wettbewerbs ‘Bahnhofsbereich Bonn’ unter Einbeziehung der Beschlüsse des Rates der Stadt Bonn und der Ergebnisse der Bürgerwerkstatt zur Beschlussfassung vorzulegen” sind. Zudem seien die Verkehrslösungen weiterzuentwickeln. – Doch von Seiten der Verwaltung tut sich anscheinend nichts!

Die Beschlussvorlage (Drs. 0713197NV2) können Sie hier (externer Link) abrufen.

Südüberbauung, Foto 09.09.07
Die Südüberbauung am Bonner Hauptbahnhof (Foto: J. Schott).


Die Stadtverwaltung hat am 29.11. eine Pressemitteilung (externer Link) veröffentlicht, die auf den städtebaulichen Wettbewerb eingeht. Der GA-Artikel vom 01.12.07: Rückenwind vom City Marketing für Veränderungen in der Innenstadt (externer Link) geht u.a. auf die Rolle der Südüberbauung ein:

“Wie Hoffmann erinnert auch Ralph Job, stellvertretendes Vorstandsmitglied beim City-Marketing, daran, dass die Bürgerwerkstatt zum Bahnhof ein schrittweises Vorgehen empfohlen hatte, bei dem zunächst auch die Südüberbauung ausgespart bleiben könnte. Hoffmann: ‘Wir müssen uns davon lösen, wie das Kaninchen auf die Schlange auf die Südüberbauung zu starren.’”

Tatsächlich steht im Abschlussbericht der Bürgerwerkstatt (externer Link, PDF [2,5 MB]):

“Die Südüberbauung soll auf längere Sicht durch Rückbau oder Abriss weichen. Auch wenn dies nur langfristig möglich ist, sollen daran Veränderungen im Bahnhofsbereich nicht scheitern, man müsse Schritt für Schritt vorgehen und so planen, dass Umgestaltungen sowohl zunächst mit der Südüberbauung funktionieren als auch später mit dem Rückbau oder Abriss.”

Zugleich fordert der Abschlussbericht aber auch ein Gesamt-Verkehrskonzept, die Planungskompetenz in den Händen der Stadt sowie “mehr Raum” vor dem Bahnhof.

Letztlich ist eine Gesamtkonzeption für den Bahnhofsbereich notwendig: So müssen zunächst die Verkehrsflächen und möglichen Baufelder definiert werden. Die Engstelle und städtebaulich unbefriedigende Situation vor dem Bahnhof wird man nur mit einem Rückbau oder Abriss der Südüberbauung lösen können.

Heute (21.12.07) teilte der Vorsitzende des Planungs- und Verkehrsausschusses, Rolf Beu, u.a. mit:

“Der Hauptausschuss hatte die Verwaltung einstimmig beauftragt, zur ersten Planungsausschuss-Sitzung in 2008 eine Vorlage für die Vergabe eines städtebaulichen Wettbewerbs für den Bahnhofsbereich vorzulegen. Und was befindet sich jetzt auf dem von der Verwaltung erstellten Tagesordnungsentwurf der Sitzung zu diesem Thema: NICHTS
Dieses wird von mir nicht weiter hingenommen. Ich habe, in meiner Funktion als Ausschussvorsitzenden den Punkt „Sachstand Bahnhofsbereich“ deshalb erneut selbst auf die Tagesordnung der Sitzung am 10.01.2008 genommen.”

Die Verwaltung könne “ihre Aufträge nicht durch Aussitzen ignorieren.” Eine Beschränkung auf den Bereich zwischen Thomas-Mann-Straße und Poststraße werde nicht akzeptiert werden.

Die Presseerklärung von Herrn Beu können Sie hier (externer Link) abrufen.

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