Haushaltslage der Stadt Bonn: Wie ernst ist die Lage?
Die Oberbürgermeisterin und der Stadtkämmerer der Stadt Bonn haben sich zur Finanzsituation erklärt. Auf der Website der Stadt Bonn (Stadt Bonn will sich Nothaushalt auf jeden Fall ersparen, externer Link) heißt es u.a.:
“Freiwillig einsparen, um nicht jegliche Gestaltungsmöglichkeiten zu verlieren – das ist die Devise der Stadt Bonn, um sich und den Bürgerinnen und Bürgern ein Haushaltssicherungskonzept und vor allem das Nothaushaltsrecht zu ersparen. (…) Um dies zu erreichen, muss 2010 für einen genehmigungsfähigen Haushalt ein Konsolidierungsbeitrag von rund 1,4 Millionen Euro geleistet werden. Der tatsachliche Konsolidierungsbeitrag muss insgesamt höher ausfallen, weil sonst erhebliche Kassenkredite aufgenommen werden müssen und Eigenkapital weiter verzehrt wird. Weil 2011 keine Ausgleichsrücklagen mehr vorhanden sind, müssen laut Kämmerer dann sogar rund 90 Millionen Euro eingespart werden.”
Auch der General-Anzeiger berichtet heute über das Thema (externer Link).
Nun wurde es also endlich ausgesprochen: Bonn befindet sich in einer ausgesprochen ernsten finanziellen Situation. Doch weder die Kommunalpolitik noch die Stadtverwaltung machen bisher konkrete Einsparungvorschläge. In den letzten Jahren haben es die politisch Verantwortlichen verpasst, die Finanzen in den Griff zu bekommen. Bezahlen müssen wie immer die Bürger.
Lesen Sie auch den Blogbeitrag vom 28.05.2009 Wann ist die Stadt Bonn pleite?