Diskussion um neue Hauptstadt für Südkorea
In Südkorea hat die geplante Hauptstadt-Verlagerung für Diskussionen gesorgt.
Wie berichtet hat letzte Woche eine Regierungsdelegation aus Südkorea dem Bürger Bund Bonn (BBB) einen Besuch abgestattet. Die Delegation informierte sich in Deutschland über die Regierungsaufteilung zwischen Bonn und Berlin. In einer Meldung von KBS World (externer Link) hieß es hierzu am 21.12.09:
“Sieben Mitglieder des Ausschusses für das Projekt Sejong City kommen während des dreitägigen Besuchs mit Vertretern der deutschen Bundesregierung, des Parlaments und von Privatorganisationen zusammen. (…) Hintergrund sind die Pläne, Sejong City als Stadt für Unternehmen und Wissenschaft zu entwickeln.”
Über den Besuch der Delegation beim BBB berichteten koreanische Medien. Hier zwei Links:
http://www.yonhapnews.co.kr/bulletin/2009/12/23/0200000000AKR20091223017400001.HTML?did=1179m
Heute schreibt die NZZ über das südkoreanische Hauptstadtthema. Der Artikel Die neue Hauptstadt bleibt vorerst ein Phantom (externer Link) geht auf die Hintergründe der Diskussion ein:
“Die Konzentration der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Macht auf die Hauptstadt Seoul hat inzwischen einen Grad erreicht hat, den man als hoch problematisch ansehen muss. Mittlerweile wohnt beinahe die Hälfte der Bevölkerung in und um Seoul, was nicht nur eine enorme Belastung der Infrastruktur dieser Region mit sich bringt, sondern auch die Entvölkerung vieler Landstriche in anderen Provinzen zur Folge hat. Daher wurde hin und wieder die Frage aufgeworfen, ob man nicht eine neue Hauptstadt woanders bauen sollte, um endlich die ungesunde Konzentration aufzubrechen.”