Einsatz von Free and Open Source Software: Verwaltung antwortet auf Anfrage
Wie berichtet habe ich zum Thema “Einsatz von Free and Open Source Software” eine Anfrage gestellt. In der Verwaltungsstellungnahme (externer Link) heißt es u.a.:
“Frage 2)
Welche Erfahrungen wurden bisher mit der eingesetzten Free Open Source Software gesammelt?
Grundsätzlich wird der Einsatz von Open Source Softwarein den o.a. Bereichen positiv bewertet. Alle Systeme laufen stabil und sind als störungsunanfällig anzusehen. Die Verwaltung prüft bei jeder Neubeschaffung von Software, ob es nicht eine Alternative aus dem Open Source Umfeld gibt. So wird zwischenzeitlich als 2. Datenbankplattform die MYSQL Plattform angeboten und einige Anwendungen implementiert. Dennoch sollte man sich von den Vorstellungen freisprechen, dass alle diese Systeme kostenfrei eingesetzt werden können. So mussten in vielen Bereichen, um einen störungsfreien Betrieb gewährleisten zu können, Wartungsverträge abgeschlossen worden, die z.T. erhebliche Kosten verursachen. So kostet z.B. ein Beratungs- und Supporttag einer Wartungsfirma aus Bonn, die den graphischen Bereich abdeckt 1.350,00 EUR. Demgegenüber belaufen sich die Tagessätze der in anderen Bereichen tätigen Firmen auf 800,00 bis 900,00 EUR (teilweise noch darunter).
Frage 3)
Wird darüber nachgedacht, die städtischen PC’s auf ein Linux-Betriebssystem umzustellen?
Über eine flächendeckende Umstellung der PC-Betriebssysteme wird derzeit nicht nachgedacht. Hierzu wird auf die Stellungnahme 0410068ST2 im Ausschuss für Wirtschaft- und Technologie vom 29.01.2004 und die Mitteilungsvorlage vom 9.12.2003 im gleichen Ausschuss verwiesen.Hierin wird insbesondere die Unwirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen aufgezeigt. Außerdem hat sich gezeigt, dass beim Einsatz von OSS die notwendige Kompatibiltät zu anderen Stellen im öffentlichen und privaten Bereich sehr beeinträchtigt wird, da sich insbesondere OS-Office-Produkte nicht oder nur kaum durchgesetzt haben. Viele öffentlichen Bereiche, die von sich behaupten, OSS am Arbeitsplatz einzusetzen, setzen vornehmlich Thin Clients mit LINUX ein, die aber über die Citrix- und Terminalserver-Technologie im Hintergrund oftmals auf Microsoft-Produkte zugreifen.”
Interessant sind auch die Antworten zu den übrigen Fragen (abrufbar über die obenstehende Verlinkung).
Die Große Anfrage steht auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am 29.04.2010.